Ab Somer 2020

weltwärts Programmablauf

solivol ist der Name des internationalen Freiwilligenprogramms von artefact.

artefact leistet als Bildungszentrum einen Beitrag zur Förderung und Verbreitung nachhaltiger Lebensweisen. In solivol steckt die Verschmelzung der Worte  „solidarity“ und „volunteering“. Der Name zielt auf den Inhalt: die Förderung solidarischen Miteinanders für eine global nachhaltige Entwicklung.

Seit über 10 Jahren werden Freiwillige mit dem weltwärts und IJFD Programm nach Ostafrika entsendet. solivol blickt auf lange partnerschaftliche Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen aus dem Umwelt- und Entwicklungsbereich zurück. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf Einsatzstellen, die zu Aspekten nachhaltiger Entwicklung wie praktischem Naturschutz,  ökologischem Wirtschaften, erneuerbare Energien, Frauen-empowerment oder Umweltbildung arbeiten.

Mit der Teilnahme am Freiwilligenprogramm solivol sollen jungen Menschen interkulturelle Sensibilisierung, Lern- und Erfahrungsmöglichkeiten für die eigene persönliche Entwicklung und gesellschaftliches Engagement vor und nach dem Auslandsaufenthalt eröffnet werden. Durch die Mitarbeit in Partnerprojekten im globalen Süden erarbeiten sich die Freiwilligen neue Sichtweisen auf globale Entwicklung und nachhaltiges Wirtschaften. Ganz nebenbei entwickeln Freiwillige Empathie, Selbständigkeit, kommunikative Fertigkeiten und meistern  Perspektivwechsel auf  Kulturen und das eigene Leben. Solivol ist ein langfristig angelegtes Lernprogramm, das jungen Menschen ermöglicht sich für ihr zukünftiges privates oder berufliches Engagement zu orientieren. Als welterfahrene Akteure für globales Lernen und lokales Handeln tragen sie nach dem Freiwilligendienst dazu bei mehr Bewusstsein für globales Miteinander zu schaffen und unsere Gesellschaft nachhaltiger zu gestalten.

Die Bewerbungsphase ist zeitlich beschränkt.
Für die solivol Teilnahme ab Sommer 2020 werden Bewerbungen nur von Januar bis April 2020 entgegen genommen !

Bitte gedulden

Nach Versand Deiner Bewerbung musst Du Dich erst mal gedulden.
Wir bemühen uns zeitnah nach Bewerbungseingang eine Eingangsbestätigung zu versenden.

Ab Februar – also bereits während der Dauer Bewerbungsphase – bis Anfang Mai werden geeignete Teilnehmer*innen zu Informations- und Auswahlgesprächen nach Glücksburg eingeladen.

Das Auswahlverfahren wird als persönliches Bewerbungsgespräch oder in Kleingruppen mit Workshop Charakter gestaltet und beinhaltet neben dem persönlichen Kennenlernen eine erste Orientierung auf den Einsatz.

Die Süd-Partnerorganisationen werden auf Wunsch in die Teilnehmer*innen Werbung – und Auswahl einbezogen.

Die Vorbereitungsphase umfasst ca. 2 – 3 Monate von Mai bis August 2020 und schließt mit der Ausreise ab.

Die Programm Richtlinien sehen für weltwärts Entsendungen ein fachlich – pädagogisches Begleitprogramm vor. Ein zentrales Element des Begleitprogramms besteht in der Vorbereitung der Freiwilligen durch Teilnahme an zwei 5 – 7 tägigen Ausreiseseminaren in Glücksburg.

Anfang Juni  und anschließend Mitte Juli treffen sich die Teilnehmer*innen in Glücksburg zur gemeinsamen Vorbereitung auf Afrika.

In Seminarveranstaltungen und Workshops werden die Teilnehmer*innen für die fachlichen und persönlichen Herausforderungen ihres Einsatzes praktisch und theoretisch fit gemacht.

Entwicklungspolitische Einführungen und landeskundliche Orientierung sind ebenso Teil des Vorbereitungsprogramms wie Trainingseinheiten zur Sensibilisierung interkultureller Kompetenz und Fragestellungen zu Gender Themen.

Der Auseinandersetzung mit persönlichen Zielen und der Erarbeitung eines klaren Selbstverständnisses des Freiwilligeneinsatzes wird neben der Klärung individueller Fragestellungen breitem Raum in den Vorbereitungsseminaren gewährt.

Parallel zu den Präsenzveranstaltungen in Glücksburg wird von den Freiwilligen eine intensive individuelle Vorbereitung auf ihren Einsatz erwartet.

Dazu gehören Impfungen gegen Tropenkrankheiten, mögliche praktische Vorbereitungen auf den Arbeitseinsatz entsprechend den Erfordernissen der Einsatzstelle, ggf. sprachliche Vorbereitung durch Erwerb von Basiskenntnissen der erforderlichen Landes – oder Regionalsprache und die Übernahme von Arbeitsaufgaben zur inhaltlichen Gestaltung der Vorbereitungsseminare in Glücksburg.

Neben der aktiven Vorbereitung auf die Ausreise sollen in der Vorbereitungsphase auch Fundraising Aktivitäten entfaltet werden. »Spenden sammeln

 

In Zusammenarbeit mit der Entsendeorganisation artefact werden formale Erfordernisse der Ausreise wie Visumsangelegenheiten geklärt.

Ab August  2020 soll es losgehen. In Klein-Gruppen machen sich die Freiwilligen auf den Weg nach Uganda, Kenia , Ruanda,  Malawi und Namibia. Nicht alle Ländergruppen starten gleichzeitig.

Zu Beginn des Einsatzes steht ein gemeinsames Orientierungsseminar vor Ort. Einführung in die Arbeits – und Lebensrealität des Gastlandes lässt sich schließlich am besten hautnah praktizieren. Auch dem Erlernen eines soliden Grundgerüstes der Landessprache des Gastlandes soll im Orientierungsseminar Raum gegeben werden.

Der Freiwilligeneinsatz bei den Partnerorganisationen beginnt direkt im Anschluss an die gemeinsame Orientierung im Land.

Der Auslandseinsatz dauert in den allermeisten Fällen 12 Monate und umfasst die Mitarbeit bei der gastgebenden Partnerorganisation im Umfang der landesüblichen Wochenarbeitszeit. Während des Einsatzes stehen den Freiwilligen etwa 4-5 Wochen Jahresurlaub zur persönlichen Ausgestaltung zu. Unterbrochen wird die Mitarbeit durch die Teilnahme an einem gemeinsamen einwöchigen Zwischenseminar in einer zentralen Seminarstätte der Projektregion.

In einigen Einsatzstellen arbeiten die Freiwilligen zu zweit zusammen. Andere Projektpartner nehmen nur einen solivol Freiwilligen auf, beschäftigen aber manchmal weitere europäische Mitarbeiter*innen aus anderen Entsendeprogrammen.

Den Freiwilligen steht während ihres Einsatzes in der Regel eigens angemieteter oder von den Partnerprojekten gestellter Wohnraum zur Verfügung. Der Wohnkomfort entspricht einfachem Standard.

Die artefact Programmbetreuer*innen halten von Glücksburg aus Kontakt zu den Freiwilligen, sind Ansprechpartner, home office und Berater*innen in besonderen Lebenslagen. Jede Einsatzstelle im Gastland bestimmt eine*n Mentor*in als spezielle Kontaktperson für die Freiwilligen vor Ort. In einigen Regionen arbeitet artefact zudem mit Regionalbetreuer*innen zusammen, die jeweils innerhalb des Landes für die Betreuung der solivol Gruppe zuständig sind.

Nach 12 Monaten Arbeitseinsatz in Ostafrika treffen sich alle Teilnehmer*innen nochmals in Glücksburg zu einem gemeinsamen Abschlussseminar. Im sogenannten Rückkehr Seminar steht die Auswertung und Reflexion des Freiwilligenjahres im Vordergrund.

Erfahrungsaustausch und Reflexion interkultureller Begegnungen fließen ein in den Ausblick auf Perspektiven der Rückkehr. Die Teilnehmer*innen erarbeiten sich Handwerkszeug für die Einbringung ihrer persönlichen Erfahrungen in soziale Zusammenhänge ihrer Lebenswelt in Deutschland.

Das Programmangebot von solivol wird abgerundet durch  Unterstützung der Rückkehrer*innen beim Weitertragen ihrer Erfahrungen und bei der Entfaltung entwicklungspolitischen Engagements über den zeitlichen Rahmen der Entsendung hinaus.

artefact fördert Netzwerkbildung unter Rückkehrer*innen und Partnern im Süden und Norden.

Rückkehrer*innen werden zur Mitwirkung an der Gestaltung und Fortentwicklung des Entsendeprogramms solivol eingeladen. Der Einbezug ehemaliger Freiwilliger in die Vorbereitung neuer Ausreisejahrgänge trägt zur Bereicherung und Qualitätssicherung des Programms bei.

Mit Solivol in Afrika:
Ein Jahr wie kein Zweites